Groeten uit Nederland

Im Rahmen des Programms Erasmus+ reisten unsere Auszubildenden der Heilerziehungspflege gemeinsam mit zwei Lehrerinnen für 14 Tage in die Niederlande. Ziel des Aufenthalts war die Einrichtung „De Hartenberg“ in Ede, eine große Einrichtung für Menschen mit Behinderung, die Teil der Stiftung ’s Heeren Loo ist.

Während der zwei Wochen arbeiteten die Teilnehmenden in verschiedenen Wohn- und Beschäftigungsbereichen von De Hartenberg. Dabei erhielten Sie Einblicke in Herangehensweisen und sammelten praktische Erfahrungen in der Begleitung und Förderung von Menschen mit Behinderung. Besonders beeindruckte der respektvolle Umgang, der in der Einrichtung gelebt wird, sowie die Gestaltung des Alltags der Klientinnen und Klienten.

Ein besonderes Highlight war der Snoezelenkurs mit Ad Verheul, einem der Mitbegründer des Snoezelen-Konzepts. In Theorie und Praxis erhielten die Teilnehmenden einen tiefen Einblick in die Wirkung multisensorischer Förderung und deren Bedeutung für Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen. Die Möglichkeit, direkt von einem der Begründer zu lernen und eigenen Erfahrungen in einem großen Snoezelenraum zu sammeln, wurde als große Bereicherung erlebt.

Darüber hinaus besuchte die Gruppe das DULON-College, eine niederländische Fachschule, um mehr über die Ausbildungssysteme und die Arbeit im sozialen Bereich in den Niederlanden zu erfahren. Der Austausch mit niederländischen Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften ermöglichte interessante Einblicke in Gemeinsamkeiten und Unterschiede der pädagogischen Ansätze.

Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch beim Snoezelenmaterial-Hersteller Barry Emons. Hier erhielten die Teilnehmenden einen Überblick über die Entwicklung und Produktion von Materialien, die in Snoezelenräumen eingesetzt werden, und konnten viele neue Ideen für ihre zukünftige Arbeit mitnehmen.

Ein Erlebnis war auch der Besuch der „Manege ZonderDrempels“ – einem Reitbetrieb, der sich auf Menschen mit Behinderung spezialisiert hat. Hier konnten die Auszubildenden erfahren, wie tiergestützte Pädagogik und Therapie praktisch umgesetzt werden und sich die Arbeit mit Pferden auf die Teilnehmenden positiv auswirkt.

 

 

 

Besonders bereichernd war der Besuch bei BIO – Vakantieoord in Arnhem, wo alle spannende Einblicke in deren inklusive Ferienangebote erhielten. Ebenso beeindruckend war der Aufenthalt in der Einrichtung Proosdij, die mit ihrem ganzheitlichen Betreuungskonzept neue Perspektiven für die heilpädagogische Arbeit eröffnete. Beide Besuche haben den fachlichen Horizont erweitert und wertvolle Impulse für die zukünftige Tätigkeit gegeben.

Natürlich durfte am Wochenende die Freizeit nicht zu kurz kommen - die Teilnehmenden nutzten die Zeit für individuelle Unternehmungen: Alle entschieden sich für eine Bootstour, einige für einen Besuch im Holocaustmuseum, andere erkundeten den Botanischen Garten in Amsterdam. Auch Ausflüge an die Nordsee oder zum Kröller-Müller-Museum mit dem Nationalpark Hoge Veluwe standen auf dem Programm. Diese vielfältigen Aktivitäten boten eine wertvolle Ergänzung zum fachlichen Austausch und machten den Aufenthalt besonders abwechslungsreich.

Fazit: Der Erasmus-Aufenthalt in den Niederlanden war für alle Beteiligten eine prägende und bereichernde Erfahrung. Die Kombination aus theoretischem Input, praktischer Arbeit und kulturellem Austausch ermöglichte neue Perspektiven auf die Heilerziehungspflege und erweiterte die fachlichen wie auch persönlichen Kompetenzen der Teilnehmenden.

Die Auszubildenden kehrten mit vielen neuen Eindrücken, Ideen und einem gestärkten europäischen Bewusstsein zurück.

Text und Fotos: Frau Granso